Verleihung des IfKom-Ingenieurpreises an Leo Hansen Ordóñez, Master of Science (M.Sc.)

Eine Masterarbeit über eine Sicherheitsanalyse im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge und ein Studienabschluss mit Bestnote sind vom Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) mit einem Ingenieurpreis honoriert worden.

Kürzlich wurde der IfKom-Ingenieurpreis im Rahmen des Hochschultages an der Hochschule Mannheim an Leo Hansen Ordóñez, Master of Science (MSc.) verliehen. Den Preis überreichte Dipl.-Ing. Jürgen Gottstein, stellvertretender Bezirksvorsitzender des IfKom-Bezirks Baden-Pfalz-Saar.

Die Masterarbeit von Hansen Ordóñez im Studiengang Informationstechnik trägt den Titel „Sicherheitsanalyse für eine Anwendung zur Auswertung von Bilddaten einer Kläranlage im Internet der Dinge“. Sie wurde mit der Bestnote 1,0 bewertet. Auch das Masterstudium schloss er mit der Gesamtnote 1,0 ab.

In der untersuchten Anwendung werden mikroskopische Bildaufnahmen von Becken einer Kläranlage in der Microsoft Azure Cloud durch einen Matlab-Algorithmus analysiert, sodass Länge und Anzahl an Bakterien im Klärbecken ermittelt werden können. Durch die kontinuierliche Überwachung der Bakterien soll die Gefahr einer Schaumbildung auf der Oberfläche von Belebtschlammbecken frühzeitig erkannt und eingeschätzt werden können. Durch Zugabe von Fällungsmitteln kann das Wachstum der Bakterien dann eingedämmt werden.

Die Arbeit behandelt die Sicherheitsanalyse dieser Internet-der-Dinge-Anwendung. Hierbei wurden alle Komponenten des Systems auf Sicherheitslücken oder -mängel hin untersucht, konkret die Portalseite, Event Hubs, Cloud-Speicher und das mikroskopische Aufnahmegerät (kurz "Gerät"). Zahlreiche Sicherheitsmängel konnten aufgedeckt und behoben werden. Für das Gerät wurde ein sicherer Bereitstellungs-Vorgang implementiert, mit dem sich das Gerät am Internet of Things (IoT) Hub identifizieren und mit dessen Hilfe das Gerät am Portal zugelassen werden kann. Außerdem werden alle Geheimnisse mithilfe eines Trusted Platform Module (TPM) verschlüsselt.

Mit dem Ingenieurpreis ehrt der Verband herausragende Arbeiten von Hochschulabsolventen. Dort, wo gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte mit analytischer Denkweise und Fähigkeit zur Kreativität einhergehen, wollen die IfKom die Arbeit von Studenten und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervorheben. Die Vergabe eines IfKom-Preises im Hochschulbereich soll Anerkennung für die Preisträger und Vorbild für andere sein.

 

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Eckhart Körner (HS Mannheim), Leo Hansen Ordóñez, M.Sc. (IfKom-Preisträger), Dipl.-Ing. Jürgen Gottstein (IfKom)